goethe

Alles, was unseren Geist befreit, ohne uns die Herrschaft über uns selbst zu geben, ist verderblich.

Der Augenblick ist Ewigkeit.

Derjenige, der sich mit Einsicht für beschränkt erklärt, ist der Vollkommenheit am nächsten.

Die Natur verbirgt Gott! Aber nicht jedem!

Die Natur wirkt nach ewigen, notwendigen, dergestalt göttlichen Gesetzen, daß die Gottheit selbst daran nichts ändern könnte.

Viel Rettungsmittel bietest du! was heißts? Die beste Rettung: Gegenwart des Geists!

Ein jeder lernt nur, was er lernen kann;Doch der den Augenblick ergreift, Das ist der rechte Mann.

Und so lang du das nicht hast, Dieses: Stirb und Werde! Bist du nur ein trüber Gast auf der dunklen Erde.

In der lebendigen Natur geschieht nichts, was nicht in einer Verbindung mit dem Ganzen stehe.

Niemand ist mehr Sklave, als der sich für frei hält, ohne es zu sein.

Nun schaut der Geist nicht vorwärts, nicht zurück,
Die Gegenwart allein - ist unser Glück.

Den Beweis der Unsterblichkeit muss jeder in sich selber tragen, außerdem kann er nicht gegeben werden. Wohl ist alles in der Natur Wechsel, aber hinter dem Wechsel ruht ein Ewiges.

Ich zweifle nicht an unserer Fortdauer, denn die Natur kann die Entelechie nicht entbehren, aber wir sind nicht auf die gleiche Weise unsterblich, und um sich künftig als große Entelechie zu manifestieren, muß man auch eine sein.

Ich möchte keineswegs das Glück entbehren, an eine künftige Fortdauer zu glauben, ja, ich möchte mit Lorenzo von Medici sagen, dass alle diejenigen auch für dieses Leben tot sind, die kein anderes hoffen.

Glaubt ihr ein Sarg könne mir imponieren? Kein tüchtiger Mensch lässt seiner Brust den Glauben an Unsterblichkeit rauben!