Dein Gesamtzustand sollte auf praktisches Können, Selbstdisziplin und Frömmigkeit gerichtet sein.


Suche nicht nach Ruhm, denn im Ruhm liegt großes Unglück.

Mische dich nicht in die Angelegenheiten anderer ein.

Werde nie zum Vertrauten von Königen und Fürsten.

Schaffe dir kein dauerhaftes Zuhause und werde nirgends sesshaft.

Lass dich nicht zu sehr auf Musik und den heiligen Tanz ein, denn das Übermaß davon zerstört die Gefühle. Aber lehne den heiligen Tanz nicht ab, denn viele sind ihm zugetan und bauen darauf.

Sprich wenig, iss wenig, schlafe wenig.

Halte dich von der Menge fern und lerne die eigene Einsamkeit schätzen.

Lass dich mit jungen Menschen, mit Frauen, mit Reichen oder mit weltzugewandten Leuten auf keine Diskussion ein.

Iss reine Nahrung und meide zweifelhafte Speise.

Schiebe die Ehe so lange hinaus, wie du kannst, denn die Ehe weckt das Verlangen nach dieser Welt, und hängst du an dieser Welt, so ist deine Religion wertlos.

Lache nicht lauthals, denn zu ausgiebige Heiterkeit zerstört das Feingefühl des Herzens.

Gleichwohl musst du immer fröhlich sein und bereit, dich mit anderen zu freuen.

Verachte niemals jemanden unter irgendeinem Vorwand.

Verziere nicht deine äußere Erscheinung, denn Zierde ist ein Zeichen von innerer Armut.

Streite niemals mit den Menschen und bitte niemals jemand um einen Gefallen.

Vergewissere dich, dass du keinem zur Last fällst.

Schenke der Welt oder weltzugewandten Menschen keinen Glauben.

Lass zu, dass dein Herz vor Erniedrigung und Demut erfüllt ist, dass dein Körper leidet, dass deine Augen weinen.

Deine Handlungen seinen ehrlich und deine Gebete aufrichtig.

Trage alte Kleider und wähle einen Armen zu deinem Gefährten.

(J.G. Bennett - Die Meister der Weisheit S. 157)