Der Mensch hat zwei Substanzen in sich, die Substanz der aktiven Elemente des physischen Körpers und die Substanz, die aus den aktiven Elementen des astralen Stoffes besteht. Diese beiden ergeben vermischt eine dritte Substanz. Diese sammelt sich in bestimmten Regionen des Körpers eines Menschen an, bildet eine Atmosphäre um ihn herum, so wie Planeten von einer Atmosphäre umgeben sind...

Ein Mensch, der an sich gearbeitet hat und das Verständnis hat, kann seine Atmosphäre kontrollieren. Es ist wie Elektrizität und enthält positive und negative Teile, und einen Teil kann man wie Strom fliessen lassen. Im Menschen sind Wünsche und Nicht-Wünsche positiv und negativ. Die astrale Materie steht der physischen Materie bzw. dem physischen Stoff entgegen.

In antiken Zeiten verstanden echte Priester die Nutzung des Magnetismus und waren in der Lage, Krankheiten durch Auflegen der Hände zu heilen. Einige legten Hände auf, andere konnten über kurze Distanzen heilen, wieder andere über entfernte Distanzen. Ein Priester war ein Mann, der über die vermischte dritte Substanz verfügte und diese zum Heilen einsetzen konnte.

Ein Priester war ein Magnetiseur. Jesus Christus war ein Magnetiseur. Kranken Menschen mangelt es an dieser gemischten Substanz, an Magnetismus oder "Leben". Diese gemischte Substanz kann man sehen, wenn sie konzentriert wird. Eine Aura, ein Halo oder Nimbus ist real. Manche können dies an bestimmten heiligen Orten und bestimmten Kirchen sehen, und manchmal um bestimmte Menschen herum. Mesmer war der Wiederentdecker der Nutzung dieser Substanz.

Frage: Wie können wir diese Substanz nutzen?

Gurdjieff: Um sie nutzen zu können, muss man sie erstmal in sich haben. Man erwirbt sie, wie man auch Aufmerksamkeit erwirbt - durch Bewusste Arbeit und Absichtliches Leiden...

C.S. Nott - Lehren Gurdjieffs S.110